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"Aufsuchende Elternhilfe" – Partner auf Augenhöhe. Die Diakonie lädt Ehrenamtliche zur 10-Jahr-Feier ein.

Vor nunmehr genau zehn Jahren startete das Projekt „Aufsuchende Elternhilfe“ der Diakonie Ruhr-Hellweg in Hamm. Lang bevor „Frühe Hilfen“ ein sozialpolitisches Schlagwort wurde, hatten die Diakonie-Mitarbeiterinnen erkannt, dass jungen Müttern und Familien in besonderen Lebenslagen Unterstützung jenseits der professionellen Hilfen gut tut. Sie suchten engagierte Ehrenamtliche mit Erziehungserfahrung, die junge Familien in ihrem Alltag begleiten sollten. Zehn Jahre später folgte ein Kreis von über 20 Ehrenamtlichen der Einladung von Projekt-Leiterin Bärbel Zwick und Frauhaus-Leitung Brigitte Dittrich zur Feierstunde in die Beratungsstelle für häusliche Gewalt.

Brigitte Kitzelmann und Martina Vanhofen gehörten zur ersten Garde, die sich damals zu Familienpatinnen ausbilden ließen. Seit dieser Zeit stehen sie mit Rat und Tat Müttern zur Seite, denen das soziale Netz aus Großeltern, Freunden und Nachbarn fehlt. Sie geben Erziehungs- oder Haushaltstipps und spielen mit den Kindern, damit die Mütter für sich selbst ein bisschen Zeit zum Luft holen haben.

Sie leisten damit eine „urdiakonische Aufgabe“, wie Regionalleiter Christian Korte betont, und „geben Hilfe zur Selbsthilfe“. Gemeinsam mit Jugendamtsleiter Axel Ronig und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Frieda Dockx-Reinken dankte er den Frauen für ihr tatkräftiges Engagement. Das Projekt, das vom Jugendamt finanziell unterstützt wird, ist gut in die städtischen Strukturen eingebunden. So arbeitet das Team der Diakonie Ruhr-Hellweg eng mit den Familienhebammen der Stadt  zusammen. Über die „Aufsuchende Elternhilfe“ hinaus engagieren sich Frauen beim „Eva plus“-Frühstückstreff für Mütter, der jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat im Martin-Luther-Zentrum stattfindet. Auch im Frauenhaus gestalten Ehrenamtliche besondere Angebote wie z.B. eine Walking- und Kochgruppe.

„Wir bekommen von den Frauen und Familien aber auch viel zurück“, betont Brigitte Kitzelmann. Sehr wichtig ist den Frauen die professionelle Ausbildung und regelmäßige Begleitung ihres Ehrenamtes. Ein besonderes Lob sprachen alle Beteiligten Bärbel Zwick aus, die das Projekt mit viel Herzblut voran treibt. „Sie ist immer ansprechbar für Fragen und Probleme und schafft eine Atmosphäre, in der wir uns sehr wohl fühlen“, bringt es Martina Vanhofen stellvertretend auf den Punkt. Ich möchte noch weitere zehn Jahre in diesem tollen Projekt mitarbeiten“. Wer sich als Ehrenamtliche engagieren möchte oder weitere Informationen zum Projekt sucht, meldet sich unter Telefon: 02381 54400-50.